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Fachstudienberatung
Dr. Matthias Stork
(Modulbeauftragte für die Praxismodule Geographie)
 
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Handapparat der IB zu den Themenfeldern Bewerbung, Praktikum und Beruf
 

Praxismodule im Bachelorstudiengang Geographie

Geographie in Praktikum und Beruf – Teil 1 und 2 (GPB)

Absolventinnen und Absolventen der Geographie bietet sich auch jenseits von Schule und Universität ein breites Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten. Der Arbeitsmarkt zeigt jedoch, dass ein Hochschulabschluss allein nicht den erfolgreichen Einstieg in die Berufswelt garantiert. Vielmehr ist es unumgänglich, sich bereits während des Studiums über mögliche berufliche Perspektiven zu informieren, um die jeweils geforderten Zusatzqualifikationen durch Praktika oder außeruniversitäre Weiterbildung gezielt erwerben zu können.

Der Bachelorstudiengang Geographie (100%) bietet den Studierenden daher in den Pflichtmodulen Geographie in Praktikum und Beruf Anregungen und Hilfestellungen, sich bereits während des Studiums über berufliche Perspektiven und die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu informieren.

Teilmodul 1: Außeruniversitäres Praktikum (GPB 1/2)

Im Rahmen eines sechs- bzw. nach neuer Prüfungsordnung achtwöchigen außeruniversitären Praktikums (vgl. Modulhandbuch Geographie in Praktikum und Beruf, Teil 1) wenden die Studierenden das erlernte fachliche und methodische Wissen an, entwickeln individuelle berufliche Perspektiven und Qualifikationsprofile und knüpfen Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern.

Das außeruniversitäre Praktikum kann in der Regel in den Semesterferien ab Vollendung des 4. Fachsemesters absolviert werden. Sollten Sie ihr Praktikum früher absolvieren möchten, wenden Sie sich bitte an die Fachstudienberatung oder Dr. Matthias Stork.

Die Studierenden bemühen sich selbst um eine Praktikumsstelle, die den jeweiligen inhaltlichen Interessen der Studierenden entspricht. Das Praktikum soll außerhalb der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg bei öffentlichen Institutionen, Betrieben oder Organisationen im In- oder Ausland absolviert werden, deren Tätigkeitsfelder deutlich erkennbare Bezüge zu den Studieninhalten und Berufsfeldern der Geographie aufweisen. Der geographische Bezug der Praktikantentätigkeit ist gegeben, wenn beispielsweise eine Tätigkeit in einem Betrieb oder einer Behörde aus folgenden Bereichen durchgeführt wird:

  • Stadt- und Regionalplanung
  • Verkehrs-, Wohnungsmarkt-, Freizeit- oder Fremdenverkehrsplanung
  • Immobilienmanagement, Markt- und Standortforschung
  • Wirtschaftsförderung
  • Naturschutz, Landschaftsplanung, Umweltplanung
  • Geowissenschaftliche(s) Umweltforschung, Consulting, Kartierung oder Begutachtung
  • Geographisch-Geowissenschaftliche Gelände-, Labor- oder Museumsarbeit
  • Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit
  • Geoinformationsverarbeitung
  • Fachjournalismus, kartographische Verlage
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • etc.

Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle erhalten Sie bei der Praktikumsinitiative Geographie. Falls Unsicherheit besteht, ob die geplante Praktikumsstelle akzeptiert wird, empfiehlt sich zudem eine vorherige Rücksprache mit dem Modulbeauftragten Dr. Matthias Stork oder der Fachstudienberatung.

Bei längeren Praktika besteht die Möglichkeit einer Beurlaubung. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie auf den Webseiten der Universität Heidelberg sowie im Studentensekretariat.

Voraussetzungen für die Vergabe der ECTS-Punkte des Moduls

(1)   Vorlage eines qualifizierten Arbeitszeugnisses der Praktikumsstelle (in Kopie).

(2)   Vorlage eines schriftlichen Praktikumsberichtes im Umfang von 6-10 Seiten (inkl. Abbildungen/Arbeitsproben etc., mit einem Textumfang von ca. 2000 Wörtern).
In diesem Bericht sollen Sie in erster Linie Ihre persönlichen Erfahrungen mit der praktischen Arbeit im gewählten Berufsfeld beschreiben und in Zusammenhang zum Studium der Geographie und Ihrer weiteren Schwerpunktbildung reflektieren. Auf Grund der Spannbreite an Berufsfeldern sowie der Individualität der Erfahrungen, haben Sie bei der Gestaltung des Berichts Freiräume. Die folgenden Fragen sollen Ihnen eine gewisse Hilfestellung bei Ihrer eigenen, persönlichen Reflexion geben:

  • Bei welcher Institution haben Sie das Praktikum absolviert? Wie ist die Institution in Branchen, Berufs- und Arbeitsfelder für GeographInnen einzuordnen?
  • Wie haben Sie diese Praktikumsinstitution oder -stelle gefunden, warum haben Sie genau diese ausgewählt und welche Voraussetzungen wurden verlangt?
  • Welche Mitarbeiterstruktur hat die Institution? Welchen Ausbildungshintergrund bzw. beruflichen Werdegang haben die Mitarbeiter in Ihrem Praktikumsumfeld? Arbeiten GeographenInnen in der Institution?
  • Wie waren Sie in der Institution organisatorisch ein-/zugeordnet?
  • Welche praktischen Tätigkeiten (Projekte, Termine, etc.) haben Sie durchgeführt?
  • Wie selbständig haben Sie gearbeitet, wie viel Verantwortung hat man Ihnen übertragen? Und wie stand es um Hilfestellungen, Hilfsbereitschaft, Betreuung und evtl. auch Bezahlung durch die Institution und ihre Mitarbeiter?
  • Wie relevant erscheinen Ihnen aus den gemachten Erfahrungen heraus spezifische Wissensfelder und Veranstaltungen bzw. im (Geographie-)Studium vermittelte Fähigkeiten und Kenntnisse ? für das Praktikum und für die spätere Berufstätigkeit in diesem Arbeitsbereich?
  • Was macht diesen Tätigkeitsbereich gerade für Geographen interessant? Welche methodischen, sozialen und persönlichen Fähigkeiten werden in diesem Berufsfeld gefordert? Welche Zusatzqualifikationen sollte man sich für einen Einstieg in dieses Berufsfeld aneignen?

Beim Verfassen und Korrigieren des Praktikumsberichtes sollte auf Rechtschreibung, Zeichensetzung, Absatzbildung (Sinnabschnitte), Stil, Layout, Druck- und Abbildungsqualität geachtet werden - hinsichtlich Formatierung gilt generell "ansprechend und einheitlich"! Wichtig ist auch einheitliches Zitieren mit Quellenangabe (siehe auch "Leitfaden für Studierende der Geographie", S. 42ff. "Zitieren").

(3)   Vorlage bzw. digitale Einreichung des Praktikumsprofils der Praktikumsinitiative Geographie. Die Kurzprofile werden zentral in einer Praktikumsdatenbank gesammelt und stehen den Studierenden bei der Auswahl eines Praktikumsplatzes zur Verfügung.

Durch das erfolgreiche Absolvieren des Praktikums einschließlich der Abgabe eines Arbeitszeugnisses (in Kopie), des Praktikumsberichts und des Praktikumsprofils der PIG werden nach alter Prüfungsordnung neun, nach neuer Prüfungsordnung (ab 2010) zwölf Leistungspunkte erworben. Nach neuer Prüfungsordnung entfällt zudem die Benotung des Moduls. Die Einreichung der Unterlagen erfolgt vollständig und je nach Gestaltung und Umfang der Unterlagen entweder digital oder in Papierform bei der Modulbeauftragten.

Teilmodul 2: Begleitveranstaltungen (GPB 2/2)

Das Praktikum wird durch universitäre Begleitveranstaltungen vor- und nachbereitet (vgl. Modulhandbuch Geographie in Praktikum und Beruf, Teil 2). Hier werden verschiedene Berufsfelder vorgestellt, praxisorientierte Kompetenzen vermittelt und der Blick für notwendige Zusatzqualifikationen geschärft. Der Besuch der universitären Begleitveranstaltungen wird Bachelor-Studierenden ab dem 4. Semester empfohlen.

Kolloquium/Übung Geographie in verschiedenen Berufsfeldern

Kolloquium Geographie in verschiedenen Berufsfeldern

In den für alle Interessierten offenen Sitzungen des Kolloquiums Geographie in verschiedenen Berufsfeldern reflektieren berufstätige Geographen in Vorträgen, Fallstudien und Diskussionsrunden gemeinsam mit den Studierenden die gesellschaftliche Dimension der Geographie, berichten über ihren Werdegang, ihre beruflichen Erfahrungen und ihren Arbeitsalltag sowie über Einstiegsmöglichkeiten und notwendige Kompetenzen in ihrem Berufsfeld.

Studierende im Bachelor-Studiengang (Bachelor „Geographie“ 100%) nehmen zum Erhalt der ECTS-Punkte aktiv an allen Sitzungen teil.

Zudem bereiten die Studierenden die jeweiligen Sitzungen des Kolloquiums vor und nach. Aus den studentischen Beiträgen entsteht ein Reader zu den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen für Geographen, welcher in den kommenden Semestern weiter ausgebaut werden wird. Studieninteressierten wie auch Studierenden in der beruflichen Orientierungsphase soll diese Zusammenstellung eine Hilfestellung bieten - ebenso aber soll der Reader zur Öffentlichkeitsarbeit für die Geographie beitragen.

→ Reader Tätigkeitsfelder der Geographie

Übung Bewerbertraining

Begleitet wird das Kolloquium von einer Übung, welche für alle Bachelor-Studierenden (Bachelor Geographie 100%) verpflichtend zum Modul Geographie in Praktikum und Beruf, Teil 2 gehört. Studierende anderer Abschlüsse können je nach Kapazität ebenfalls an der Übung "Bewerbertraining" teilnehmen.

In den Sitzungen der Übung lernen die Teilnehmer in mehreren Praxisphasen die Grundlagen eines Bewerbungsverfahrens kennen.
Neben der Erstellung eines eigenen Tätigkeits- und Kompetenzprofils setzen sich die Studierenden mit den Themen Stellensuche (Recherche, Arbeitgebervorstellungen, Kontaktaufnahme) sowie insbesondere mit den Grundlagen einer schriftlichen Bewerbung (Erstellung vollständiger Bewerbungsunterlagen) auseinander. Zudem wird auf die Besonderheiten des ersten persönlichen Kontakts zum Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch oder im Rahmen von Test- und Einstellungsverfahren eingegangen.

Anmeldung (Kolloquium und Übung): N.N.

Mit dem erfolgreichen Absolvieren des Kolloquiums und der Übung werden nach alter Prüfungsordnung sechs, nach neuer Prüfungsordnung (ab 2010) vier ECTS-Punkte erworben. Nach neuer Prüfungsordnung entfällt zudem die Benotung des Moduls.

Exkursionen Geographie in verschiedenen Berufsfeldern

Als Ergänzung des universitären Teilmoduls werden Exkursionen empfohlen, welche den Studierenden einen Einblick in potentielle geographische Berufsfelder geben und die Gelegenheit bieten, persönliche Kontakte für ein späteres Praktikum oder eine entsprechende Berufstätigkeit zu knüpfen. Diese berufsorientierenden Exkursionstage werden - auch innerhalb regulärer Exkursionen - von zahlreichen Mitarbeitern des Institut und der Praktikumsinitiative Geographie (PIG) angeboten. In den vergangenen Semestern konnten die Studierenden so unter anderem Einblicke in Tätigkeitsbereiche wie Entwicklungszusammenarbeit, Wasserwirtschaft, Bodenschutz und Gewerbeaufsicht, Umwelt- und Naturschutz, Erneuerbare Energien, Verlagswesen, Stadtentwicklung, Verkehrsmanagement, Geoinformatik oder dem Management regionaler Cluster in der Praxis gewinnen.

→ Tätigkeitsfelder der Geographie

Seitenbearbeiter: Webmaster-Team
Letzte Änderung: 22.03.2017
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