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Geographical Imaginations von humanitären Kata­strophen und die Handlungs­logiken humanitärer Katastrophen

DFG (2013–2017)

Diana Griesinger

Von der Spendenwelle nach dem Tsunami in Südostasien bis zur Mitleidsmüdigkeit für Dürren in Ostafrika – das private Spendenaufkommen für unterschiedliche humanitäre Katastrophen sowie die medialen Narrative darüber variieren sehr stark. Während plötzliche Katastrophen in vermeintlich hilflosen Ländern wie Haiti oft ein hohes mediales und internationales Interesse generieren, rufen schleichende Katastrophen wie Überschwemmungen in Regionen mit einseitigem Terrorimage oft weniger karitativen Enthusiasmus hervor. Ausgehend von diesen markanten Unterschieden setzt das Forschungsprojekt zunächst an der Wissensproduktion über humanitäre Katastrophen an. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Geographical Imaginations von Katastrophengebieten diskursiv konstituiert und (re-)produziert werden. Mit welchen Argumenten wird humanitäre Hilfe befürwortet und wie werden in den Medien Repräsentationen des hilfsbedürftigen Anderen nach Katastrophen geschaffen? Mit Blick auf die humanitäre Praxis analysiert das Forschungsprojekt wie hegemoniale Diskurse auf die Handlungslogiken humanitärer Organisationen einwirken und wie in der humanitären Praxis mit dem Spannungsfeld der Abhängigkeit von Spenden und den kontrastierenden Repräsentationen von Katastrophen umgegangen wird.

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde eine Medienanalyse von Katastrophenberichten in TV und Printmedien durchgeführt, die als Grundlage für qualitative Interviews mit humanitären NGOs und Journalist_innen diente. Der wissenschaftliche Nachwuchs wurde durch Einbindung studentischer Hilfskräfte und durch die Aufarbeitung des Themas in studentischen Abschlussarbeiten in das Projekt einbezogen. Im Rahmen einer Gastdozentur am Heidelberg Center para América Latina, Santiago de Chile, hat Projektkoordinatorin Diana Griesinger außerdem Lehrveranstaltungen im Masterprogramm Governance of Risks and Resources gehalten (gemeinsam mit Michael Handke und Johanna Höhl). Erste Ergebnisse des Forschungsprojektes hat Diana Griesinger auf den Annual Meetings der American Association of Geographers in Los Angeles (2013) und San Francisco (2016) sowie in Istanbul auf der World Conference on Humanitarian Studies (2013) präsentiert.

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Forschungsprojekte in China
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Creative Industries in China

Jinliao He

Seit seiner Promotion mit einer Dissertation Creative In­dus­try Districts in Shanghai – An Analysis of Dynamics, Networks and Implications im Februar 2014 war Dr. Jinliao He bis einschließlich März 2015 als Post Doc in der Ab­tei­lung beschäftigt und führte weiterhin Untersuchungen zu Creative Industries in China durch.

Dr. Jinliao He hat seit April 2015 eine Stelle als Associate Professor an der Universität in Nanjing inne und wird von dort die oben genannten Forschungsaktivitäten mit chi­ne­si­scher finanzieller Unterstützung fortführen. In den letzten beiden Jahren erschienen gemeinsame Publikationen mit Prof. Gebhardt zu Spezifika der chinesischen Krea­tiv­wirt­schaft. Im September 2016 wird sich Prof. Gebhardt zur Besprechung weiterer gemeinsamer Aktivitäten in Nanjing aufhalten.

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Hainan Island: A Geographical Study on Economic Development and International Tourism

Ying Li

Nach einem ersten Aufenthalt von Prof. Gebhardt und Ying Li auf Hainan im Januar 2012 war im Februar 2013 in ei­nem zweiten Schritt ein Praktikum mit Studierenden aus Heidelberg zur Erhebung von Daten und Durchführung von Befragungen in verschiedenen großen Freizeitparks der Insel Hainan durchgeführt worden, welche einen Teil der Datenbasis für die Dissertation von Ying Li bildet. Sie ar­beitet seit 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in un­ter­schiedlichen Projekten am Geographischen Institut, seit 2014 im Arbeitsbereich Humangeographie. Derzeit befasst sie sich vor allem mit Fragen des Immobilienmarktes auf Hainan, überdies betreut sie eine gemeinsame China-Ex­kur­sion mit Prof. Gebhardt, die im September 2016 stattfinden wird. Sie unterstützt ferner Prof. Gebhardt bei der Herausgabe eines Sammelbands zum Thema Urban Governance in China, der im Jahr 2016 erscheinen wird.

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Neoliberal Transition and Urban Renewal in China: A Case Study of Traditional Industrial Areas in Lanzhou

Chinese Scholarship Council (2012–2016)

Jie Guo

Jie Guo arbeitet seit 2012 mit einem vierjährigen Sti­pen­di­um des Chinese Scholarship Council an ihrem Dis­ser­ta­ti­ons­pro­jekt zu Standortverlagerungen und In­dus­trie­flä­chen­re­cy­cling in der Großstadt Lanzhou in West China. Lan­zhou wurde zu Zeiten von Mao Tse Tung als Zentrum der Schwerindustrie in Westchina ausgebaut und entwickelte sich damit im Kontext zu einem Hot Spot der Um­welt­be­las­tung. Im Rahmen der chinesischen Öffnungspolitik und der Entwicklung privatwirtschaftlicher Strukturen kam es zu umfangreichen Verlagerungen bzw. Schließungen von Staats­be­trie­ben, und damit eröffnete sich in der to­po­gra­phisch schwierigen Situation in Lanzhou die Möglichkeit eine tiefgreifenden städtebaulichen Erneuerungsprozesses. Das Dissertationsprojekt von Guo Jie befasst sich mit Kon­zep­ten, Akteuren und Konflikten im Rahmen dieses stadt­geo­gra­phischen Prozesses. Auf dem AAG Meeting 2015 in Chicago und der IGU Regional Conference 2015 in Moskau hat sie über ihre Forschungen vorgetragen. Die Fer­tig­stel­lung der Arbeit wird für Juli 2016 erwartet.

A New Hydraulic Empire with Chinese Char­ac­ter­ist­ics? Politics on the Market of Water in Chongqing Area, with the Phenomenon of Water Reservoirs as Case Study

Michela Bonato

Michela Bonato ist Doktorandin in der Abteilung Hu­man­geo­gra­phie am Geographischen Institut Hei­del­berg. Sie studierte Sinologie an der Universität Ca’ Foscari in Ve­ne­dig. Während des Studiums lebte sie in China und Deutsch­land. Sie schreibt an ihrer Dissertation über die Wasserpolitik in Chongqing in historisch-geographischer Sicht, insbesondere zur Frage, wie sich unterschiedliche Formen von Governance auf den Umgang mit der Res­sour­ce Wasser ausgewirkt haben. Von 2014 bis August 2015 hielt sie sich mit einem Stipendium aus China für ein Jahr in Chongqing auf. Innzwischen arbeitet sie wieder in Hei­del­berg.

Weitere Forschungsprojekte in Asien
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Dynamics of Livelihood in Vietnam's Central High­lands with Special Focus on Community-Based Tourism

KAAD (2013–2016)

Thai Huynh Anh Chi

Seit September 2013 arbeitet Thai Huynh Anh Chi mit Un­ter­stützung eines dreijährigen KAAD-Stipendiums an ihrem Dissertationsvorhaben zur Entwicklungssituation in länd­li­chen Minderheiten-Regionen des zentralen Vi­et­na­me­si­schen Berglands. Von September 2014 bis Februar 2015 hat sie sich hierfür in drei Untersuchungsregionen (Kon­tum, Dak Lak und Da Lat) aufgehalten und Feld­for­schun­gen durchgeführt. Es geht Thai Huynh Anh Chi in ihren For­schun­gen um Möglichkeiten des making a living einer be­son­ders vulnerablen Bevölkerungsgruppe, den ethnischen Minderheiten, welche nicht zuletzt durch die Politik der vi­et­na­me­si­schen Regierung in die Defensive gedrängt wur­den. Dabei richtet sie ihr Augenmarkt auf die Frage, ob community-based tourism hier zu einer Verbesserung der Lebenssituation beitragen kann.

Über Ergebnisse ihrer Arbeiten hat sie inzwischen auf einer Reihe von Tagungen vorgetragen. Im Januar 2015 wurde sie in ihren Untersuchungsgebieten von Prof. Gebhardt be­glei­tet. Die Fertigstellung der Arbeit wird für Ende 2016 er­war­tet.

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Ethnic Identity, Integration and Conflict Prevention in Singapore

Patrick Rüppel

Patrick Rüppel arbeitet in der Stadtentwicklungsplanung in Singapur. Sein seit drei Jahren verfolgtes Dis­ser­ta­ti­ons­pro­jekt hat zum Ziel, politische Maß­nah­men und Akteure der transethnischen Integrationspolitik in Singapur zu ana­ly­sie­ren, insbesondere die Frage, ob hierdurch so etwas wie ein common space entsteht. Aktuell untersucht er überdies die Frage der Terrorismusprävention im Stadtstaat.

Urban Tourism and Landscape: The Effects of Night­scape on Aesthetic Judgment and Restoration in Urban Tourist Destinationn

Juri Kim

Seit September 2014 ist Juri Kim in der Abteilung tätig. Sie arbeitet derzeit an ihrem Konzept zur Entwicklung des städ­ti­schen nächtlichen Tourismus in Metropolen Ost­asi­ens und Deutschlands.

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Creative Industries in Chiang Mai City/Thailand

Stipendium der thailändischen Regierung

Napoo Wongpan

Peter Wongpan arbeitet mit einem Stipendium der thai­län­di­schen Regierung an einer Untersuchung in drei Un­ter­su­chungs­gebieten der nord-thailändischen Stadt Chiang Mai zu Fragen der Entwicklung der Kreativwirtschaft. Aus per­sön­li­chen Gründen musste er zwischendurch die Arbeit un­ter­bre­chen. Seit Dezember 2015 hält er sich zu einem län­ge­ren Forschungsaufenthalt in Chiang Mai auf.

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Urban Governance in humanitären Schutzräumen: die palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon

Leila Mousa

Im Rahmen eines dreijährigen DFG-Projekts hatte Leila Mousa zur Situation palästinensischer Flüchtlingslager im Libanon als Sonderraum innerhalb des libanesischen Staates geforscht. Sogen. Palästinenserlager im Libanon sind seit mehreren Jahrzehnten eine permanente Ein­rich­tung; es handelt sich um regelrechte Stadtteile (u.a. in Bei­rut, Sidon, Tripolis und anderen Städten), die sich baulich wenig, in ihrer inneren Struktur und ihrem rechtlichen Sta­tus aber ganz wesentlich vom übrigen Staatsgebiet un­ter­schei­den.

Das DFG-Projekt ist seit einiger Zeit abgeschlossen; Leila Mousa arbeitet nunmehr am Abschluss ihrer Dissertation. Sie hat in einer Reihe von Publikationen und Vorträgen in den letzten Jahren über ihre Forschungsarbeiten berichtet, darüber hinaus ihre Expertise in die Arbeit verschiedener NGOs in Deutschland und Beirut eingebracht.

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Seitenbearbeiter: Webmaster-Team
Letzte Änderung: 02.08.2016
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